Print

There are no translations available.

Klimaschutzziele und Entwicklungen im Offshore-Markt

ren

Die Bundesregierung beschloss im Sommer 2007 zur Umsetzung der europäischen Klimaschutzziele, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung in Deutschland von derzeit ca. 14 Prozent bis zum Jahr 2020 auf 25 bis 30 Prozent zu steigern. Ein Anteil von 20 Prozent der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung soll bis 2015 realisiert sein. Damit gewinnen die natürlichen Energieträger Wind, Wasserkraft, Biomasse, Sonne und Erdwärme erheblich an Bedeutung. Die rasante Entwicklung auf dem Markt der erneuerbaren Energien bleibt auch Finanzinvestoren nicht verborgen. So hat sich jüngst die US-Beteiligungsfirma Blackstone mit einer Mrd. € am Bau des bereits genehmigten Windparks „Meerwind“ nordwestlich von Helgoland beteiligt. Der Einstieg eines großen Finanzinvestors in den Markt der erneuerbaren Energien wird von Branchenkenner als Durchbruch in der Energiepolitik bezeichnet.

Einen Anreiz für derartige Investitionen hat die Bundesregierung mit der zum 01. Januar 2009 in Kraft tretenden Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) geschaffen. Für Frühstarter, d.h. bei einer Inbetriebnahme einer Offshore Windenergieanlage bis zum 31. Dezember 2015 steigt die Vergütung von bisher 9 Cent auf 15 Cent pro Kilowattstunde in den ersten zwölf Jahren.

Noch im Jahr 2008 sollen die ersten Windenergieanlagen im Offshore-Testfeld „alpha ventus“ 45 km nördlich der Insel Borkum in Betrieb genommen werden. Mit diesem Projekt haben deren Entwickler Neuland betreten. Bislang liegen keine Erfahrungswerte mit dem Bau und Betrieb von Offshore-Windparks in vergleichbarer Wassertiefe (bis zu 30 m) und in solch großer Entfernung von der Festlandküste (45 km) vor.

Zur Zeit sind über 1.200 Standorte für Offshore Windenergieanlagen in Nord- und Ostsee genehmigt.